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HOW TO "Pass auf dich auf"


Selbstfürsorge? Auf mich aufpassen? Meinst du Gesichtsmasken und Yogi Tee? Wozu das denn?

Aber jeder Mensch hat eine seelische Gesundheit und die sollten wir ebenso ab und zu „pflegen“ wie unsere körperliche. Dafür müssen wir nicht krank sein oder noch nicht mal gestresst sein, aber so ein bisschen mehr kümmern würde uns allen guttun. Klar, das geht nicht immer, manchmal haben wir gar keine Lust drauf und manchmal macht es auch genau nichts besser, aber besonders im Gymnasiumsalltag kommen wir selbst und unsere seelische Gesundheit oft zu kurz.

Eine kleine Laien-Anleitung, wie „Pass auf dich auf“ aussehen kann, sodass unsere Akkus danach ein wenig voller sind:

Grundbedürfnisse abchecken – genug geschlafen? Genug getrunken (ich meine Wasser)? Genug gegessen?
Falls Du Dir beim Lesen im Stillen bei irgendwas Nein gedacht oder auch nur gezweifelt hast, immer als Allererstes nachholen. Okay, angenommen du sitzt im Unterricht, dann ist Ersteres vielleicht nicht sehr passend, aber du kannst ja heute Abend früher das Licht ausmachen. Sprich, darauf achten, was der Körper gerade braucht, und im Rahmen des Möglichen versuchen, es ihm zu geben. Das tut dann auch der Seele gut.

Wenn es schnell gehen muss oder mal schnell besser werden „muss“, hilft oft kaltes Wasser oder warmen Tee trinken, alternativ auch heißes oder kaltes Duschen. Mal durchlüften, frische Luft einatmen – oder wieder das Gegenteil machen, sich mit einer Wärmflasche irgendwo hin kuscheln. Besonders an eisig kalten Wintertagen mit Schneefall sehr empfehlenswert. Irgendwen anrufen, mit wem reden, ellenlange Sprachnachrichten oder Textnachrichten verschicken, wenn Gesprächsbedarf da ist. Gerne auch mit den oben genannten Haustieren kuscheln oder mit Freunden oder Familienmitgliedern, falls die es zulassen.

Generell tut uns – auch wenn wir es sicher schon zu oft gehört haben, es hilft halt wirklich – Bewegung, genug Sonnenlicht und frische Luft gut, was vor allem im Winter oftmals zu kurz kommt.

Viel läuft wahrscheinlich letztlich darauf hinaus, dass wir uns Zeit nehmen sollten. Ich weiß, das ist nicht einfach, spreche da aus eigener Erfahrung. Aber wie sagt man so schön? Probieren geht über Studieren. Also Pausen machen, mal alle Arbeit, alles Schulzeug weglegen, Handy weg (vor allem Social Media, auch wenn`s spießig klingt), sich mit einem Buch aufs Sofa kuscheln oder einen Film anschauen, alte Fotoalben durchblättern, aufräumen, aussortieren, ausmisten und dann das Zimmer schön einräumen, dekorieren, was mit den Liebsten machen. Musik hören, tanzen, laut singen, Instrumente spielen. Und – Achtung, Kitsch-Warnung – baden, mit viel Schaum, oder Hautpflege (zum Beispiel auch Gesichtsmasken), wobei einem hier, glaube ich, vor allem guttut, sich einfach Zeit zu nehmen, und an zweiter oder dritter Stelle dann vielleicht schon auch, dass es die Haut einem dankt.

Lieblingsklamotten oder Klamotten, in denen wir uns wohl fühlen, anziehen – auch wenn es klischeehaft oder unwichtig klingen mag.

Oh, und noch eine gute Idee: Schreib deinem Zukunfts-Ich einen Brief; inzwischen gibt es dafür sogar sowas wie Mailprogramme. Oder einfach Sachen aufschreiben, für die man heute dankbar ist. Oder natürlich Tagebuch schreiben.

Vielleicht ist nicht nur wichtig, dass wir uns Zeit nehmen, sondern vor allem, dass wir eine für uns gesunde Balance finden: zwischen Schule und Freizeit, Familie und Zeit für sich alleine, zwischen „Selbstliebe und Selbstreflexion“, zwischen Engagement und „Nein“ sagen können. „Nein“ sagen zu können wäre so wichtig, vielleicht weniger zu Hausaufgaben, sondern mehr wenn es um das geht, was wir wollen: mal Verabredungen absagen, wenn uns gar nicht danach ist. Unsere eigene Meinung äußern, ehrlich sein, zu uns selber stehen. Und andersrum „Ja“ zu sagen zu Dank und Komplimenten bzw. diese anzunehmen.

Überhaupt – jetzt wird`s philosophisch, vielleicht aber genau dadurch umso wahrer – positiv denken. Stolz auf uns selbst sein, Fehler akzeptieren und vergeben, lieb zu uns selbst sein, Gefühle zulassen, uns nicht zu viel Druck machen.


Und jetzt, fang einfach an. Atme ein bisschen mehr frische Luft, nimm dir mehr Zeit für dich, zieh dir gemütliche Klamotten an, denk ein bisschen positiver, lächle ein bisschen mehr. Dabei hast du ja nichts zu verlieren, oder? Also pass auf dich auf :)

Maren, 10a

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