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Tansania, oh Tansania, was hast du aus uns gemacht?


Montag, 19. August 2019, 18.04 Uhr

irgendwo zwischen Mbeya und Daressalam 8000m über der Erde


Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein …
Aber irgendwie auch nicht. Jetzt sitzen wir zwar endlich im Flieger, nach 6h Busfahrt, ewiger Warterei und Verspätung, auf dem Weg zurück ans Meer und dann am Samstag auch zurück nach Deutschland – doch es ist fast so, als hätte ich meine Seele dort irgendwo unter mir zurückgelassen, im Hochland Tansanias, zwischen all den Affenbrotbäumen, den starken Menschen und den Schulbänken Emmabergs.

Die letzten drei Wochen, die wir in Tansania verbracht haben, waren mit die schönsten meines Lebens. Ich wusste gar nicht, dass Busfahrten so lustig sein können, dass Polizisten so bestechlich sind und man nachts in Afrika so frieren kann. Die ersten drei Tage Busfahren sind total schnell vergangen und waren schon ein Highlight an sich, ganz zu schweigen von dem Zwischenstopp, den wir im Ruaha Nationalpark eingelegt haben: die erste Safari in einem afrikanischen Land für viele von uns und gleich wurde uns die ganze Bandbreite an Tieren geboten. Von Zebras und Giraffen über mehr Vogelarten, als wir Namen dafür kennen, bis hin zu Nilpferden und sogar Löwenweibchen aus nächster Nähe!


Anschließend weiter nach Ilembula für fünf Tage. Ich weiß noch, wie wir am ersten Abend dort ankamen, mit unserem Bus die graue Hauptstraße entlanggetuckert, und als wir dann um eine Ecke gebogen sind, war es plötzlich fast wie Jesus Einzug in Jerusalem: singende TansanierInnen haben uns mit Wedeln zur Kirche begleitet und dort wärmstens begrüßt.
Und dann, nicht mal 24 Stunden später, kamen drei einheimische Kinder auf uns zugerannt (später wurden es gut zwanzig) und haben uns mit ihrer Lebensenergie und ihrem Lachen fast umgerannt. Viel Unterhalten konnten wir uns nicht – eigentlich überhaupt nicht – aber Plastikflaschenfußball und Huckepack nehmen ging trotzdem.
Diese Freundlichkeit, Warmherzigkeit und dieses wundervolle Lachen der TansanierInnen hat mich jedes Mal aufs Neue wieder umgerannt, überwältigt, beeindruckt. Auch bei den Mädchen in Emmaberg, mit denen wir uns angefreundet haben und einander ins Herz geschlossen haben. So viele gemeinsame Erinnerungen haben wir geschaffen, die Wärmflaschen fürs Herz sind.


Und schon jetzt vermisse ich all diese so schrecklich lieben Mädchen und Menschen und die lachenden Kinder, auch wenn uns teilweise noch nicht einmal 24 Stunden trennen und noch 5 Tage in Tansania am Strand vor uns liegen.


Unglaublich prägende, berührende und beeindruckende Erfahrungen, die wir bei unserer Reise zu unserer Partnerschule in Tansania erleben durften. Fast wie ein zweites Zuhause, das zumindest manche von uns in diesem Land gefunden haben. Und vielleicht dürfen wir irgendwann mal wieder dorthin zurückkehren. Denn auch wenn hier über den Wolken die Freiheit wohl grenzenlos sein müsste, war sie dort unten vielleicht sogar noch ein Stückchen größer.

Maren (10a)

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