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Mit der "Grünen Jugend" nach Berlin


Wie man aus der Vergangenheit lernen und sich gleichzeitig für eine gerechtere und weltoffene Zukunft einsetzen kann – das konnten wir, Carlotta und Tessa, bei einer Fahrt der Grünen Jugend nach Berlin erleben. Die Jugendfahrt, die von Bundestagsabgeordneten und deren Assistenten organisiert und geleitet wird, findet jedes Jahr statt und ist für die ca. 50 Teilnehmer aus ganz Bayern kostenlos, da sie komplett vom Pressefinanzamt finanziert wird.


Bei einer Stadtführung haben wir unter anderem die Synagoge am Fraenkel-Ufer besichtigt, die während der Novemberpogrome massiv zerstört wurde. Als wir gesehen haben, dass die Synagoge immer noch Tag und Nacht von der Polizei bewacht werden muss, hat das uns sehr schockiert und gleichzeitig vor Augen geführt, dass Antisemitismus gerade in Zeiten der aufkommenden neuen Rechten immer noch gegenwärtig ist. Es hat uns bewusst gemacht, dass wir einerseits nie vergessen dürfen, was der nationalsozialistische Terror angerichtet hat, und uns auch gleichzeitig jetzt und zukünftig dafür einsetzen müssen, dass sich so etwas wie die Shoah nie wiederholt.

Sehr eindrucksvoll war auch das Denkmal für die ermordeten Juden in Berlin mit dem zugehörigen Museum, welches sich vor allem darauf konzentriert, die vom Holocaust zerstörten Familiengeschichten und Leben der im Naziregime gefallenen Personen zu erzählen. Was uns allerdings sehr gestört hat, waren Touristen, die am Denkmal ein Foto-Shooting abgehalten haben, da das an einem Ort wie diesem sehr unangebracht ist. Des Weiteren haben wir auch viel über die Berliner Mauer und die Teilung Berlins gelernt, beispielsweise bei der Gedenkstätte der Berliner Mauer.


Wir erfuhren auch, dass Politik transparent sein muss. In der Heinrich-Böll-Stiftung, der Stiftung der Partei Bündnis 90 die Grünen, hörten wir einen sehr interessanten Vortrag über Feminismus und Genderfragen. Unser absolutes Highlight war dann der Besuch einer Plenarsitzung im Bundestag und das persönliche Gespräch mit einem Abgeordneten. Nach der Sitzung, die die zeitliche Begrenzung des Bundeskanzleramts zum Thema hatte, durften wir dem grünen Abgeordneten Erhard Grundl noch Fragen stellen und so kam es zu einer tollen Diskussionsrunde. Außerdem haben wir auch noch einmal von ihm persönlich etwas über den Alltag als Politiker gelernt.
 
Wir würden diese politische Fahrt definitiv weiterempfehlen, da man sehr viel Wichtiges erfährt und politisch aktiv wird. Engagiert euch in der Politik und somit für eure Zukunft und eine Welt, in der ihr gerne leben wollt!

Tessa S., Carlotta K. | 10e

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