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Coaching am KHG


Seit etwas mehr als einem Jahr bietet das KHG mit dem Coaching-Team eine weitere Möglichkeit für Schüler, wo sie sich bei Problemen hinwenden und Hilfe holen können. Wir haben mit Herrn Langhof, dem Koordinator des Teams, gesprochen und auch von einer Person, die bereits das Coaching in Anspruch genommen hat, Rückmeldung erhalten.

Was ist das Coachingteam?
Das Coachingteam besteht aus Lehrern, die eine Ausbildung als Coach gemacht haben. Die Coaches sollen durch das Gespräch anderen helfen.

 

Wie viele Coaches gibt es?
Es gibt 9 Coaches, aber zur Zeit werden weitere Lehrkräfte ausgebildet. Das heißt, dass wir demnächst 14 sind.


Seit wann gibt es das Coachingteam?
Begonnen haben wir im Januar 2017 aber, das Team gibt es seit Mai/Juni 2016. Wir haben aber ein bisschen Vorbereitungszeit gebraucht, um die Lehrer und Lehrerinnen hierfür schulen zu können.


Wie kamen sie auf die Idee, diese Form der Hilfe anzubieten?
Es kam der Wunsch der Eltern auf, besonders in der Mittelstufe zu helfen, weil es dort große Probleme mit der Leistung gibt. Und andererseits haben wir selber gemerkt, dass es in der Mittelstufe immer wieder Komplikationen gibt. Dann haben wir uns bei anderen Schulen umgehört, ob es da so etwas gibt, und haben festgestellt, dass viele ein Coachingteam eingeführt haben. Die Schulen haben sehr gute Erfahrungen gemacht. Deshalb haben wir gesagt, dass wir das auch ausprobieren könnten.


Wie machen Sie Werbung für das Coaching-Team?
Als es bei uns eingeführt wurde haben wir an einem Tag smileys überall aufgehängt verschiedenen Emotionen darstellen. Am nächsten Tag haben wir dann Zettel dazu gehängt, wo “Coaching am KHG” draufstand. Und nochmal einen Tag danach kamen Erklärungen dazu, was wir machen. Jetzt werden die
Schüler aber nur noch über die Lehrer angesprochen.


Was sind die häufigsten Probleme, die vorkommen?
Meist sind es schulische Probleme. Also Kinder und Jugendliche, die durchfallen könnten.


Was würden Sie den Schülern mit diesen Problemen raten?
Sie sollen sich Hilfe holen, egal ob von Lehrern, Eltern oder von anderen Ansprechpartnern bei uns an der Schule. Das Wichtigste ist, sich überhaupt zu trauen, Hilfe zu holen.

 

Wie viele Schüler haben sich im vergangenen Jahr gemeldet?

Das Programm lief ja erst Anfang 2017 an, also mitten im Schuljahr. In den folgenden Monaten haben wir 15 Schüler und Schülerinnen betreut. In diesem Schuljahr, also seit September 2017, sind es schon 29 Personen; bei einer Handvoll blieb es bei einer Schnupperstunde, die meisten wurden mindestens sechs Wochen, manche sogar länger, begleitet.

 

Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich finde schon. Wir haben schon in etwa mit so einer Schülerzahl gerechnet. Auch anderweitig erfüllt sich das, was wir vorhergesehen haben. Zum einen sind es gewisse Stoßzeiten, z.B. rund um die Notenstandberichte, die zu vermehrten Anfragen führen. Zum anderen merken wir, dass die Hauptschwierigkeit am Beginn liegt. Die Kontaktaufnahme und der erste Termin sind die beiden großen Hürden - wenn das mal erfolgt ist und die Schüler gemerkt haben, wie das Coaching aussehen könnte, läuft es in der Regel.

Überrascht und zugleich erfreut sind wir über die Offenheit, mit der die Schüler dann mit uns sprechen. Wir merken, dass "wir Lehrer" in den Stunden anders wahrgenommen werden. Hilfreich ist auch, dass Betroffene meist Lehrer wählen, die sie nicht im Unterricht haben.

 

Mit welchen Problemen wurde das Coaching-Team bisher konfrontiert?

Bei wahrscheinlich 80-90% handelt es sich um schulische Themen wie Noten, Leistungsdruck und Motivation. Auch ADHS spielt eine große Rolle. Bei den restlichen Fällen drehte es sich um häusliche und persönliche Probleme, die z.T. sehr ernst waren, um es vorsichtig auszudrücken.

 

Welche Lehrer und Lehrerinnen sind aktuell im Team?

Im Moment sind es Fr. Ebert, Fr. Fogt, Fr. Forssman, Fr. Glogger, Hr. Kolmeder, Hr. Langhof, Fr. Leininger, Fr. Ondraczek, Hr. Porenta, Fr. Puscher, Fr. Rückert, Fr. Dr. Stemplinger und Fr. Weis.

 


Ich habe an dem Coaching teilgenommen, da ich in der 8. Klasse sehr demotiviert in der Schule war und mir dachte, dass es mir vielleicht hilft, wenn ich mit jemand Anderem als mit meinen Eltern auch darüber reden kann. Ich habe in dem Coaching Hilfestellung bekommen, bestimmte Zielsetzungen besprochen und teilweise auch Ideen erhalten, die mir weitergeholfen haben. Manchmal haben wir auch nur geredet, was aber super war.
Besonders gefallen an dem Coaching hat mir, dass es keine Lehrer-Schüler-Beziehung war und ich auch ernst genommen wurde. Gelernt habe ich aus dem Coaching, dass ich viele Dinge im Vornherein zwar selber gewusst, aber nicht umgesetzt habe. Manches wurde mir dann klarer, nachdem ich mit meinem Coach darüber gesprochen habe, auch wenn meine Eltern es schon zu mir gesagt hatten. Mein Coach war eine neutrale dritte Person und manchmal ist eine dritte Person als Redepartner sehr gut. Ich kann jedem nur raten, die Chance zu nutzen, wenn man das Gefühl hat, in der Schule nicht weiterzukommen. Such mit einem neutralen Coach nach einem Lösungsweg! Reden hilft oft und man erlebt einen Lehrer auch mal anders.

[vk]

 

Wenn Du denkst, dass das Coaching auch Dir helfen kann, dann schreib über mykhg Herrn Langhof eine Mail oder nutze die Adresse coaching (at) mykhg (punkt) de.

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